Nach den Erfolgen beim 1. Lauf der Rotaxmaxchallenge in Wackersdorf, reiste das Team M- Tec Racing -unter Leitung von Teamchef Manfred Haufe- zum 2. Lauf der Euromaxchallenge voller Freude und Motivation nochmals dorthin, wo sie 4 Wochen zuvor insgesamt 7 Pokale absahnten und jede Menge Gründe zum Feiern hatten. Bela Szilagyi und Seweryn (Tobi) Szczepanik waren es, die die M- Tec- Farben in der Klasse Max-DD2 in dieser Europameisterschaftswoche vertraten.
Gleich Mittwoch, den 28. 05. begann das Team mit dem Training .
Von Anfang an zeigte sich, dass sowohl Tobi, der in der RMC dominierte, als auch Bela die Pace der Spitze mitgehen konnte und oft auch selbst die schnellsten auf der Strecke waren, somit konnte das Zeittraining freitags ohne große Nervosität angegangen werden.
Jedoch verlief das Qualifying nur für einen der Beiden so vielversprechend wie erwartet: Tobi konnte die Zeit der vorangegangenen Trainings bestätigen und landete auf einem sehr guten 3. Rank. Bela hingegen- der sich bei seinem Debut in der Euro erstmals mit der hohen Leistungsdichte dieser Serie auseinandersetzen musste- auf der Suche den Abstand zu seinem Teamkollegen zu verkürzen, pokerte zu hoch, entschied sich im Quali für eine falsche Bedüsung und musste dadurch 2 Zehntel einbüßen, die ihn leider auf den 16. Platz zurückfallen ließen.
Am nächsten Morgen, beim Warm- up zeigten wieder beide M- Tec- Fahrer anhand der guten Zeiten, dass sie beide in die Top 10 gehören und Potenzial für den Speed der Spitze haben.


Motiviert über das gelungene Warm up am Samstag Morgen, traten beide, voller Selbstvertrauen und Vertrauen in die Chassis, für die gleich zu Anfang der Woche das perfekte Setup für beide Fahrstile gefunden wurde, bei den bevorstehenden Heats an.
Den ersten Heat mussten Tobi und Bela gemeinsam bestreiten, Tobi startete von der Pole und Bela von der 8. Position.
Gleich zu Beginn des 1. Rennens wurde Tobi beim Startgerangel von der Stecke in die Wiese abgetränkt und musste sich am Ende des Feldes wieder einordnen. Durch seine fabelhaften Rundenzeiten, die schneller waren als die des Gewinners Wesleigh Orr, konnte er Runde um Runde einen Wettbewerber hinter sich lassen und platzierte sich am Ende des Heats auf den 7. Rangs und seine Aufholjagd konnte nur durch den Zieleinlauf gestoppt werden.
Bela konnte sich erfreulicherweise gleich am Start einen Platz ergattern, sowie 2 weitere im Verlauf des Heats, nach tollen und interessanten Zweikämpfen, was am Ende den 5. Platz ergab.
Szczepanik musste als erstes seinen 2. Heat beginnen und sich trotz des 2. Startplatzes , nach mehreren Positionswechseln an der Spitze, im Ziel mit dem 3. Rang zufrieden geben, obwohl durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre.
Bela, der gegen eine andere Gruppe sein 2. Rennen angehen musste, war gleich am Anfang in einen Startunfall verwickelt, stellte sein Kart aber nicht enttäuscht ab und fuhr mit krummer Lenkstange, falscher Spur, sowie mit lockerem Lenkrad, einen immer noch passablen 10. Platz ein!

Die letzten Heats der "M- Tecler" verliefen weniger spektakulärer, Tobi fuhr zum wiederholten Male einen souveränen 3. Rang ein und Bela konnte sich in seinem Heat auf den 4. Platz verbessern.
Durch die Heats am Samstag, qualifizierte sich Szczpanik für das Prefinale am Sonntag für den 5. Startplatz, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Szilagyi, der zwei Reihen hinter Tobi, vom 9. Platz ins Prefinal ging.
Der Start des Prefinales verlief reibungslos und beide Piloten konnten sich aus dem Startgerangel raushalten. Tobi behauptete seinen 5. Rang im Verlauf des Rennens und Bela zeigte wieder einmal seine tollen Überholmanöver und sicherte sich den 7. Startplatz im Finale.
Beide erreichten somit, durch sehr gute Rundenzeiten, ihre Beständigkeit und ihre Leistungen in den vorangegangenen Rennen, mit den Rängen 5 und 7 gute Ausgangspositionen für das Finale am Nachmittag und beide waren hoch motiviert, ganz nach vorne zu fahren, um Podiumsluft zu schnuppern.
Jedoch verlief es wieder nur für einen so gut wie erhofft. Tobi kam am Start gut weg, behielt zunächst seinen 5. Platz, ging die Pace der Spitze mit, war aber so klug und wartete die spannenden und spektakulären Zweikämpfen der vor ihm Fahrenden ab und war am Ende der lachende Dritte.
Das Glück verließ Bela gleich zu Beginn des Finales. Durch einen Unfall zu Beginn des Rennens, erlitt das Kart leichte Schäden, wodurch er nicht mehr seine gewohnten Rundenzeiten fahren konnte. Allerdings war das nicht das Ende seiner Pechsträhne: Konnte er mit seinem angeschlagenen Kart anfangs noch seine Position verteidigen, musste er paar Runden später aufgrund einen Defektes am Motor sein erstes Finale bei der Euro vorzeitig in der Box beenden.

Teamchef Manfred Haufe zu den Leistungen seines Teams: " Ich bin unheimlich stolz auf die gesamte Mannschaft. Vor Saisonbeginn war mir schon klar, dass dieses Jahr eine fantastische Zusammenstellung von Fahrern gelungen ist und dass das neue Chassis ein sehr gutes sein wird. Dass jedoch alle Fahrer von Anfang an mit dem neuen Fahrgestell zurecht kamen und dies auch auf der Strecke, egal ob in der Rotaxmaxchallenge oder in der Europameisterschaft, egal in welcher Klasse, auch sehr gut umsetzen können, hätte ich mir nicht erträumen lassen können macht mich unheimlich stolz auf das neue Chassis und vor allem auf das super Team und ich denke, dass es eine gute Gelegenheit ist, dies hiermit allen zu mitzuteilen."